Buchstunde 6

„Der Junge auf der Holzkiste“ von Leon Leyson

Leib Lezjon stammt von einem Bauernhof aus Polen. Leib und seine Familie werden von dem Nazi- Regime in ein Konzentrationslager verschleppt. Seine Familie und er versuchen zu überleben und ihren Alltag dort irgendwie erträglich zu gestalten.

Als Ausweg bietet sich Arbeit in der Emailewarenfabrik von Herrn Schindler an. Leib soll dort auch eine Beschäftigung bekommen um sicher zu sein. Denn alle Juden die bei Herrn Schindler arbeiten sind sicherer.

Leib ist allerdings erst 13 Jahre alt und sehr klein für sein Alter. Daher muss Leib auf einer Holzkiste stehen um seine Maschine zu bedienen. Leib wird „Der Junge auf der Holzkiste“ genannt und bleibt so auch Herrn Schindler in Erinnerung.

Das Buch ist ein Zeitzeugenbericht. Heute wird Leib Lezjon Leon Leyson genannt. Der Autor Leon Leyson hat die Erfahrungen im Buch damals selber erlebt.

Das Buch ist für 12-15 Jahre empfohlen.

Winterbasteln

Egal ob du Weihnachten feierst oder nicht – zum Ende des Jahres machen wir es uns in der Botti gemütlich, trinken einen Kinderpunsch und basteln was das Zeug hält.

Strohsterne stehen auf dem Programm, Plätzchen backen, Karten basteln und vieles mehr.

Wir haben gemeinsam eine gute Zeit und vielleicht hören wir auch die passende Musik dazu!

Wann: 18.12.21 15 Uhr.
Wo: Bottmühle (Severinswall 32).
Wer: Kinder von 6 bis 14 Jahren.
Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben.

Buchstunde – der Junge mit dem gestreiften Pyjama

Unsere Buchstunde geht in die fünfte Runde!

Diesmal mit „Der Junge im gestreiften Pyjama“ von John Boyne.

Bruno zieht mit seiner Familie aus Deutschland nach Polen, da sein Vater einen neue Stelle im Hitlerregime hat. Bruno ist neun Jahre alt.

Bruno lernt in Polen den ebenfalls neun Jahre alten Schmuel kennen. Die beiden Jungen Freunden sich an. Schmuel trägt immer einen gestreiften Pyjama und hat keine anderen Klamotten. Schmuel befindet sich hinter einem Zaun, die beiden Jungen hinterfragen dies nicht und sind unwissend. Schmuels Vater erzählt Schmuel sie würden im Lager ein Spiel spielen und hätten dafür Nummern bekommen. Schmuel und Bruno akzeptieren dies.

Das hinter dem Pyjama mehr steckt können wir beim lesen gemeinsam herausfinden. Das Buch ist sehr einfühlsam da es die Sicht der Neunjährigen wiederspiegelt.

Das Buch ist für 12-15 Jahre empfohlen. Die Verfilmung des Buches hat die FSK 12.

Bei der Buchstunde wird ein Kinderbuch vorgestellt und über den Hintergrund des Buchs gesprochen. Das Angebot ist offen für alle, die das Buch gelesen haben und auch die, die es noch nicht gelesen haben.

Am 19.11.2021 um 17 Uhr in der Bottmühle.
Für Kinder von 12 bis 14 Jahren.

Buchstunde – „Ina aus China“

„Ina aus China oder was hat schon Platz in einem Koffer“ von Susanne Hornfeck


Yinna ist sieben Jahre alt, doch als sie 1937 von Shanghai nach Deutschland kommt nennt man sie Ina. Eigentlich sollte Ina nach Deutschland, weil Shanghai nicht mehr sicher ist. Doch auch in Deutschland beginnt der Krieg. Als Ina 15 Jahre alt ist, kommt sie in einer Schweizer Internat. Sie begegnet immer wieder neuen Vorurteilen, die sie betreffen. In der Schweiz wird sie als „Preußin“ bezeichnet, wo sie in „Preußen“ doch die „Ina aus China“ war. Ina lernt sich immer wieder an verschiedenen Orten einzugewöhnen. In dem Buch geht es viel um die Perspektive wer Freunde und wer die Feinde sind. Je mehr Ina in ihrem Leben den Ort wechselt, desto schwieriger wird es auch für sie eine Heimat zu nennen. Der Lebensweg von Ina in dem Buch ist dem der realen Person Chen Yinna nachempfunden.

Bei der Buchstunde wird immer ein Kinderbuch vorgestellt, und über das behandelte Thema gesprochen. Wer mag, kann das Buch vorher oder hinterher selbst lesen.

Ort: Bottmühle (Severinswall 32)
Zeit: 04.10.21 17 Uhr
Wer: Für Kinder von 12 – 14 Jahren

Grubi 21/22

GRUPPENHELFER*INNEN-AUSBILDUNG2021/2022
Sechs Wochenenden, Hammer-Teamer*innen und korrekte Men-
schen aus ganz Nordrhein-Westfalen erwarten Euch bei der
Gruppenhelfer*innen-Ausbildung (kurz Grubi) 2021/22.


Von November 2021 bis April 2022 treffen wir uns einmal im
Monat für ein Wochenende und beschäftigen uns intensiv mit
den Themen, die für das Gruppenhelfer*innen-Dasein bei den
Falken wichtig sind. Welche Rolle, Rechte und Pflichten habe ich
als Gruppenhelfer*in? Was ist überhaupt Sozialismus, von dem
immer alle reden und wie erziehe ich in diesem Sinne »sozia-
listisch«? Erziehe ich überhaupt? Wie ist das nochmal mit der
Aufsichtspflicht und wie mache ich aus meiner Gruppe eine
Gruppe?


Wir bilden für die praktische Arbeit in Gruppenstunden, Frei-
zeitangeboten und Zeltlagern bei den Falken aus. Ein toller Ne-
beneffekt: Mit den Menschen, die Ihr dort kennenlernt, entstehen Freundschaften, die mitunter ein Leben lang halten können.
Also: Vertraut hunderten Absolvent*innen der Grubi vor Euch,
es lohnt sich!


Am Ende der Bildungsreihe erhalten die Teilnehmer*innen eine
Bescheinigung zur Beantragung der JugendLeiter*innenCard
(Juleica). Mehr Infos auf www.juleica.de.


Termin: Termine werden im Sommer 2021 bekannt gegeben
Zielgruppe: angehende Gruppenhelfer*innen der SJD –
Die Falken ab 16 Jahren (Ausnahmen nur nach Absprache)
Kosten: 25 Euro je Wochenende inklusive Übernachtungen
und Verpflegung
Ort: SBZ Oer-Erkenschwick
Ansprechpartnerin vor Ort: Karla Presch

75 Jahre Freundschaft & Ungehorsam

Antifaschistisches Straßenfest

Irgendwann im Frühling 1946 traf sich nach 13 Jahren Verbot die erste Kölner Falkengruppe im zerstörten Gewerkschaftshaus in der Severinstraße. Kopf der Gruppe war der Kölner Shoah-Überlebende Samuel Kessler.

Seit nunmehr 75 Jahren kämpfen in unserem Verband junge Menschen in Köln für eine neue Gesellschaft ohne Unterdrückung und Krieg. Den Anlass wollen wir begehen und freuen uns auf ein buntes Straßenfest rund um die Bottmühle.

Dazu haben wir das ganze Wochenende unsere Genoss*innen von Hashomer Hatzair Ken Berlin zu Besuch. Gemeinsam mit unseren Genoss*innen begeben wir uns rund um unser Straßenfest auf die Suche nach Spuren der jüdischen Arbeiter*innenjugend. Sie werden mit einer Gruppe Kinder anreisen, und gemeinsam machen wir das Wochenende zusammen RF-Programm (für Kinder bis 14 Jahren).

Welche Gruppen gab es in Köln? Wie haben sich junge jüdische Sozialist*innen in Deutschland und Europa überhaupt organisiert? Wie haben sie sich eine bessere Zukunft vorgestellt und wie Widerstand geleistet?

Um 13:30 Uhr starten wir am Samstag mit einer Veedelstour für alle unter 15 zum Thema „Widerstand in der Südstadt“. Ab 14 Uhr gibt’s dann Kinderprogramm rund um die Botti.

Das Fest ist außerdem der Abschluss des diesjährigen Edelweißpiratenfestivals. Wir freuen uns auf viele Live-Acts und ordentlich Lärm.

Zum Lineup:

14:30 Uhr starten wir mit belitzki.
Gegen 15:45 Uhr lädt die -Autonome Suffkultur- zu feinsinnigem Alles-Kaputt-Machen-Punk straight outta Falken Köln zum Tanz. Die Combo ist aus unserem Zeltlager hervorgegangen und zu erheblichen Teilen in der Botti-Dienstagsgruppe organisiert

Höhepunkt der Kundgebung und des Fests ist unsere Musiklesung „Freundschaft und Widerstand“ um 17:00 Uhr (Achtung, in der Ankündigung stand 18:00 Uhr!). Gemeinsam mit Plauder& Freunden gehen wir auf die Suche nach der jüdischen Arbeiter*innenjugendbewegung in Köln und Europa. Dazu hören Musik aus der Geschichte der Arbeiter*innenbewegung und dem Widerstand gegen den Faschismus. Die Lesung ist zum Mitsingen konzipiert, für alle die mögen. Die Lesung ist der Abschluss des diesjährigen Edelweißpiratenfestivals.

Ab 19:30 Uhr machen Beamer dann nochmal mit chilligem instrumental Funk und HipHop-Beats weiter und um 20:30 Uhr geht’s nochmal mit Alternative/Indie von Mobius Caravan rund.

Pommes und Getränke gibt’s auch.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Falken Köln und des Hashomer Hatzair Ken Berlin sowie des Edelweißpiratenclub e.V. Sie wird gefördert vom BMFSJ im Rahmen des Bundesprogramm Demokratie Leben sowie der Stadt Köln.

Buchstunde – Blumen für den Führer

Hitler als netter Gastgeber für die ganze Welt, kannst du dir schwer vorstellen? 1936 zur Sommerolympia wurde genau dies von der Nazi-Propaganda inszeniert.

Den Blumenstrauß zur Eröffnung der Olympia überreicht ein blondes, blauäugiges und hübsches Mädchen. Dieses Mädchen ist Reni, die Hauptperson des Buches. Reni ist 15 Jahre alt und wurde aufgrund ihres Aussehens ausgewählt.

Doch für Reni ändert sich ihr bisheriges Leben dadurch sehr. Sie wird viel vorgezeigt. Ihr Aussehen passt gut für die Nazis ins Bild des „Arier“.

Reni selber ist fasziniert und ehrfürchtig bei dem Gedanken Adolf Hitler persönlich zu treffen. Sie muss sich dafür jedoch verändern und soll auch ihren Freundeskreis an ihr neues Leben anpassen.

Das Buch wird ab 12 Jahren empfehlen. Der Roman wurde oft kritisiert, da Reni ihr verhalten wenig in Frage stelle, diese Kritik wollen wir prüfen und in der Buchstunde besprechen.

In der Buchstunde von „Blumen für den Führer“ wollen wir über NS-Propaganda und deren Einfluss auf Jugendliche sprechen.

Wann: 5.7.21; 17 Uhr
Wo: Bottmühle (Severinswall 32, Köln)
Wer: Kinder von 12-14 Jahren

Buchstunde – „Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeit-Indianers“ von Sherman Alexie

Unsere Buchstunde geht in die zweite Runde!
Diesmal sprechen wir über das Buch „Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeit-Indianers“. Sherman Alexie (der Autor) gehört wie die Hauptperson Arnold Spirit zur Gruppe der Spokane in den USA und bezeichnet sich selbst als „Indianer“.


Arnold Spirit beschließt mit 14 Jahren auf eine Schule außerhalb seines Reservates zu gehen, um eine bessere Schulbildung zu bekommen. Auf seiner neuen Schule befinden sich nur weiße Mittelschicht-Kinder. Arnold Spirit fühlt sich als „Teilzeit -Indianer“, wenn er zwischen der neuen Schule und dem Reservat wechselt. Im Reservat gilt Arnold Spirit deshalb bei einigen als Verräter, auch bei seinem besten Freund. Im Buch geht es aber auch um Arnolds Hobby Zeichnen, Basketball und Bücher. Und ob die schöne Penelope aus der neuen Schule Arnold Spirit nur benutzt, um ihren konservativen Vater zu ärgern.


Das Buch hat schöne Zeichnungen und humorvolle Wortspiele. Es ist autobiografisch, die Geschichten und Zeichnungen sind inspiriert aus der Jugend des Autor Sherman Alexie. Wir wollen es uns gemeinsam anschauen, um so mehr über die Situation der Ureinwohner*innen in den USA zu erfahren, und über Diskriminierung und Rassismus sprechen.

  • Für Kinder von 12-14 Jahren
  • Am 7. Juli um 17 Uhr
  • online über Zoom

Sommerzeltlager 2021

Dieses Jahr fahren wir im Sommer nach Döbriach in Kärnten (Österreich).
Hier gibt es einen See, Berge und viele tolle Möglichkeiten die Freizeit zu verbingen.

Der F-Ring (8-14 Jahre) und SJ-Ring (ab 15 Jahren) sind nebeneinander auf dem Platz. Beide Zeltlager sind demokratisch aufgebaut: Gemeinsam entscheiden wir, wie wir den Tag gestalten. Alle können mitbestimmen. Wir achten gemeinsam darauf, dass alle eine gute Zeit haben. Die Unterbringung erfolgt in Zelten gemischtgeschlechtlich.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt beim F-Ring liegt auf der Situation nicht-sesshafter Menschen. Der SJ-Ring hat als Thema Materialistischen Feminismus. Dabei wollen wir uns anschauen, wie Ungleichberechtigung mit unserer Gesellschaft zu tun hat.

Weil die Prüfungen von den F-Helfern so blöd gelegt wurden, fährt der F-Ring dieses Jahr eine Woche später in Zeltlager. Für beide Ringe erfolgt die Anreise gemeinsam per Bus aus Köln.

Hardfacts:
Wo: Döbriach
Wann: 31.07-13.08. (F-Ring); 23.07-13.08. (SJ-Ring)
TNB: 290 € (F-Ring) ; 350 € (SJ-Ring)


Niemand soll zuhause bleiben, weil das Geld fehlt. Meldet euch im Büro, und wir finden eine solidarische Lösung.

Buchstunde – Farbenblind

Du interessierst dich für politische Themen und Geschichte? Dann bist du bei der Buchstunde genau richtig. Gemeinsam suchen wir uns einmal im Monat einen Roman aus – spannend und gut zu lesen.

In der Buchstunde sprechen wir dann über das Buch und den politischen Hintergrund. Da dürfen auch Leute mitmachen, die das Buch nicht (ganz) gelesen haben.

 Wir freuen uns darauf gemeinsam zu lesen und über die Bücher zu sprechen.

Farbenblind von Trevor Noah

Trevor Noah ist 1984 in Johannisburg (Südafrika) geboren worden, während der Apartheid. Trevor Noahs Mutter ist eine Xhosa und sein Vater ein Schweitzer. Trevor Noah ist einzigartig aufgrund seiner Herkunft, diese war während der Apartheid verboten. Das Buch ist biografisch, also Geschichten aus dem Leben des Autors.

In Trevor Noahs Viertel sind alle schwarz, nur er nicht. Auf seiner Schule sind alle weiß, nur er nicht. Er fällt immer auf und fühlt sich oft wie ein Chamäleon, dass sich versucht an seine Umgebung anzupassen.

Beim Lesen merkt man sofort, dass Trevor Noah auch Comedian ist.Das Buch ist superlustig, obwohl viele Situationen eher ernst und traurig sind. Das Buch handelt über Trevor Noahs Kindheit und Jugend, ihm passieren typische Teenager Dinge: er ist verliebt, streitet sich mit seiner Mutter, ist plötzlich begehrt durch eine neue Frisur.

Das kommt einem oft von sich selbst bekannt vor, weil er so einfühlsam und ehrlich schreibt. Trotzdem ist das politische System und der Rassismus immer präsent und Trevor Noah wächst ganz anders auf als man selbst.

Trevor Noah beschreibt die Apartheid in Südafrika und erklärt anschaulich das System, auf dem sie beruht. Durch das Buch erfährt man viel über die Apartheid in Südafrika und das Leben im Township Soweto.

In der Buchstunde von Farbenblind wollen wir über Rassismus und über die Apartheid sprechen.

Wann: 3. Mai, 17 Uhr
Wer: Kinder von 12-14 Jahren
Wo: online